Lässiger Look am Strand

Für mich hat der Sommer etwas Magisches. Dieses spezielle Licht, der Duft nach Sonnenmilch, am besten jeden Tag ein Eis auf die Hand und nie Schuhe an den Füßen; draußen leben, sich im See, im Meer oder Pool erfrischen, wenn einem zu heiß wird – irgendwie tickt die Uhr in diesen Monaten anders. Und auch, wenn ich ein wenig das Gefühl habe, dass sich der Spätsommer so hier und da schon zeigen will, die Luft schon ein wenig anders riecht, die Abendstunden und Nächte kühler werden: der Himmel ist nach wie vor von strahlendem Blau und die Sonne hat von ihrer Kraft noch nichts verloren. Was heißt das also für alle Nähverrückten unter uns? Richtig, Sommerkleidung steht nach wie vor auf dem Programm :-).

Im letzten Post hier auf dem BERNINA-Blog habe ich beschrieben, wie man ohne Schnittmuster ratz-fatz seinen Kleiderschrank mit lässigen Sommerkleidern auffüllen kann. Auch dieses Mal habe ich wieder ein Kleid im Gepäck, was meiner Meinung nach den perfekten Begleiter für den Strand abgibt. Die Idee und den Schnitt hierzu findet Ihr, wie bereits beim letzten Mal, wieder in der inspiration no. 59, eine weitere Geschichte zum Stil auf the blogbook.

Das lässige Strandkleid

Wenn man an den Strand geht, vor allem mit Familie im Schlepptau, gleicht das ja manches Mal einer Art Umzug. Was da nicht alles mit muss: Sandspielzeug, Decken, Sonnenhüte, Essen, Trinken und noch tausend andere Kleinigkeiten, die ein Mindestmaß an Entspannung am Meer garantieren. Wenn ich allein zum Strand gehen würde, dann bräuchte ich neben einem Handtuch, einem Bikini und Flip Flops nur eins: ein Strandkleid, in das ich nach dem Baden reinschlüpfen kann, das gemütlich und ein bisschen warm ist (da am Meer ja auch gern mal eine Brise weht ;-)) und das so cool ist, dass ich es am besten auch noch für einen anschließenden Trip zum nächsten Strandcafé oder Restaurant anlassen kann. Als ich den Vorschlag des inspiration-Magazins (Klick) vor mir hatte, schob ich ein paar Ideen zu Material und Umsetzung im Kopf hin und her und erwog ein paar kleine Veränderungen. Die möchte ich Euch nun kurz vorstellen, denn der Schnitt bietet eine hervorragende Grundlage für den eigenen lässigen Strandlook.

Material und Variation

Der Materialvorschlag für dieses Kleid besteht ursprünglich aus zwei verschiedenen Jerseys. Ärmelsäume und Halsausschnitt sollen eingefasst bzw. verstürzt werden und auch der untere Saum wird lediglich versäubert, eingeschlagen und festgesteppt. Die sportliche Grundnote im Schnitt gefiel mir sofort, nur die Umsetzung war nicht ganz nach meinem Geschmack. Um es noch etwas sportlicher zu gestalten und die oben erwähnte gemütliche Note reinzubringen, habe ich mich für einen wunderschön weichen, gestreiften Interlock (C.PAULI) in zwei verschiedenen Farbvarianten entschieden. Die Streifen habe ich dabei jeweils nur quer eingesetzt, Längsstreifen sind einfach nicht so mein Fall ;-). Die Taschen habe ich so, wie es im Schnitt und in der Anleitung vorgeschlagen wurde, gelassen. Allerdings ist auch hier eine interessante Variante denkbar. Statt das Vorderteil im Bruch zuzuschneiden und jeweils zwei separate Seitenteile anzunähen, könnte man auch ein “geschlossenes” Vorderteil zuschneiden und dafür den unteren Teil, an dem sich der äußere Taschenbeutel befindet, separieren und diesen wiederum aus einem anderen Stoff fertigen. So würde sich nochmals ein neuer Look ergeben.

Tipps zum Nähen

Der Inbegriff von Lässigkeit ist für mich eine Kapuze. Diese ist im Schnitt nicht vorgesehen, aber es lässt sich ohne Probleme schnell und leicht Abhilfe schaffen. Wer schon etwas Erfahrung hat, kann sich einfach selbst ein Schnittteil zeichnen, man kann aber auch hervorragend die Kapuze eines bereits bestehenden Schnittmusters nehmen (hier aus dem Schnittmuster Malou, über ki-ba-doo). In jedem Fall zu beachten ist allerdings, dass die Länge des Halsausschnittes und der unteren Kante der Kapuze übereinstimmen müssen. Wenn man möchte, dass sich die vorderen Kanten der Kapuze wie bei meinem Kleid überschneiden, muss die untere Kante der Kapuze einfach länger sein als der Halsausschnitt. Die Kapuze habe ich gedoppelt und dazwischen einen passenden Bündchenstreifen (C.PAULI) eingefasst. Zum Annähen markiert man sich einfach die Mitte der unteren Kapuzenkante und die des Kleides, steckt es dort zusammen und anschließend rings um den Halsauschnitt. Nun wird das Ganze einfach mit der Overlock festgenäht – et violà: schon ist auch der Kopf vor einer frischen Brise geschützt :-). Apropos Bündchen. Dieses habe ich für alle Säume verwendet. Auch das unterstreicht für mich den sportlichen Look des Kleides. Und macht es nochmals eine Note lässig-gemütlicher ;-).

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