Ohhh... Mhhh...

ohhhmhhh.de · Mar 21, 2016

Der schwedische Granit-Store eröffnet Übermorgen in der Poststraße. Es gibt 20 Prozent Rabatt für alle OhhhMhhh-Leser, auch im Online-Shop. Plus: Gründerin Anett Jorméus zeigt uns ihr Zuhause in Schweden.

Als Granit seinen ersten deutschen Store in Köln eröffnet hat, da, puh, da war ich eingeschnappt. Köln, also bitte. Man muss gönnen können, is klar, aber Köln? Schwamm drüber, diese Woche, genauer: am 23. März 2016 von 17-20 Uhr bekommt Hamburg in der Poststraße 20 endlich auch einen eigenen Granit-Store und ich sag euch: ich werde die erste Kundin sein und alles leer kaufen. Ich bin so voller Superpowerhormone, gegen mich hat keine Schlange eine Chance!

Ach so, vielleicht kurz für alle, die Granit noch nicht aus dem Schweden-Urlaub oder dank der Köln-Filiale oder durch den Online-Shop kennen: Granit verkauft Orga- und Dekosachen, ja sogar Möbel in schlicht schönem skandinavischen Design zu sehr moderatoren Preisen. Unser Korbsessel (169 Euro) im neuen Wohnzimmer ist zum Beispiel daher. Und bei Granit gibt es zum Beispiel ein sehr schönes, schlichtes Tipi-Zelt für Kinder für 119 Euro, das ich Freundinnen ständig weiterempfehle.

Und jetzt kommt’s: Für alle OhhhMhhh-Leser gibt es exklusiv vom 21. März 2016 bis einschließlich 3. April 2016 20 Prozent Rabatt auf die Einkäufe, wenn man das Codewort granitohhhmhhh sagt oder im Online-Store eingibt und von mir grüßt, also im Shop an der Kasse, online ist das ja eher schwierig, haha!

So, und jetzt dürfen wir auch noch in das herrlich entspannt eingerichtete Haus von Granit-Gründerin Anett Jorméus schauen. Die hat mich eingeladen zu einer kleinen Haustour, los geht’s:

Liebe Anett, wenn ich mir die Einrichtung deines Hauses so anschaue, würde ich denken, dass du ein sehr entspannter, geselliger Mensch bist, der viel reist und sich von überall auf der Welt Andenken mitbringt. Besonders gern aus Afrika. Stimmt’s? Und wie bekommst du das unter einen Hut mit deinem Leben als Geschäftsfrau, die gerade ihren einundzwanzigsten Store eröffnet?

Ich habe die tolle Möglichkeit bekommen, zwei Jahre mit meiner Familie in Afrika zu leben. Meine drei Kinder sind in Kapstadt zur Schule gegangen. Wir sind bei der Gelegenheit viel in Afrika herumgereist, deshalb finden sich viele Dinge aus diesem Teil der Welt in unserem Zuhause wieder. Ich mag Holz und andere Materialien, gerne in einer ruhigen Farbskala. Reisen ist ein Teil meines Lebens, eine Priorität, ich bin auch immer mit den Kindern viel gereist.

Das klingt immer so lässig und einfach, dass man sich mal eben mit einer Geschäftsidee wie deiner selbstständig macht. Dabei war es bestimmt irre viel Arbeit und ist es heute auch noch nach 19 Jahren im Business, oder? Was würdest du allen, die ähnliches vorhaben raten?

Vor 20 Jahren, als meine Kollegin Susanne Liljenberg und ich die ersten Schritte in der Retail-Branche gemacht hatten, waren wir der Meinung, dass man sich selbstständig machen sollte, wenn man etwas richtig, richtig gerne macht und rund um die Uhr 110% von sich selbst geben kann und möchte. Wir sahen eine Marktlücke und entschlossen uns dazu, uns in der Nische Funktion und Aufbewahrungslösungen selbstständig zu machen. Wir wollten einfacher leben, um mehr Zeit zum Leben zu haben. Als Mutter kleiner Kinder dreht sich vieles ums Organisieren, da hatten die Läden vor 20 Jahren noch nicht so viel zu bieten.
Wenn man mit seiner besten Freundin eine Firma gründet, möchte ich den Rat geben, die unterschiedliche Art und Weise, wie die jeweils andere tickt, früh zu akzeptieren. Das ist genau das, was die Firma weiter bringt. Steh zu dir, sei stark und knick nicht ein, was deine Idee betrifft. Es kommen viele Situationen, in denen man sich fragt, ob man auf dem richtigen Pfad ist. Denk immer wieder an den roten Faden deiner Geschäftsidee.

Was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass die Schweden es im Gegensatz zu den Deutschen raushaben mit der Work-Life-Balance? Ist dem wirklich so oder arbeitet ihr genau so viel wie wir, genau so lang oder was machen wir Deutschen falsch? Bei uns gibt es immer das Gerücht, viele von euch hätten schon ab 16 Uhr frei und immer genügend Zeit für die Kinder und Familie…

Das ist für mich nicht ganz so einfach zu beantworten, ich kenne die Deutschen noch nicht gut genug (lacht). Kinder und eine eigene Firma unter einen Hut zu bringen, sehe ich als einen Vorteil, man muss einfach kürzer treten, um Zeit mit den Kindern zu haben. Die richtige Balance zu finden ist etwas, woran wir alle arbeiten, und je nach Familiensituation sieht das unterschiedlich aus. Als ich in Afrika gelebt habe, war es für mich möglich, 25% zu arbeiten, den Rest der Zeit habe ich mit den Kindern und ihren Aktivitäten verbracht. Jetzt arbeite ich zeitweise sehr viel und zeitweise etwas weniger.

Hast du eine Erklärung dafür, warum der skandinavische Einrichtungsstil so irre erfolgreich ist? Ist es, weil er so schlicht ist, nirgendwo aneckt, sich damit die Massen identifizieren können? Aber geht dir der skandinavische Einheitslook nicht manchmal auch auf die Nerven? Manchmal habe ich das Gefühl, alle haben die gleichen Produkte Zuhause, sie werden nur immer einen Tick anders angeordnet…

Wir Schweden reisen sehr viel und nehmen neue Trends gerne mit nach Hause, sowohl was die Esskultur betrifft als auch Mode und Einrichtung. Alle Länder haben ihre starken Seiten, wir haben lange schon eine starke Tradition in den Bereichen Einrichtung und Architektur. Wir mögen naturbelassenes Material, viele von uns leben nah an der Natur, daher der skandinavische Stil. Aber ich weiß was du meinst: Ich werde manchmal ganz müde, wenn ich sehe, dass alle dasselbe zuhause haben, wenn sich die eigene Persönlichkeit nicht zeigen darf.

Bekommst du manchmal auch einen Rappel und willst deinen Stil und deine Einrichtung et cetera noch mal komplett neu definieren oder wusstest du schon immer: so bin ich und so möchte ich den Rest meines Lebens aussehen und wohnen?

Ich habe in meinem Leben unterschiedliche Trends ausprobiert, jetzt habe ich aber definitiv nach Hause gefunden. Mein Haus in Kapstadt habe ich noch, dorthin reise ich jedes Jahr und lasse mich inspirieren. Wenn die Kinder grösser sind, möchte ich öfter dort sein.

Damit auch die Noch-Nicht-Granit-Fans einen Eindruck bekommen – welche Sachen, die du in deinem Haus hast, kann man auch in deinen Stores kaufen?

Bei Granit gibts sowohl Körbe aus Afrika und anderen Ländern als auch kleinere Möbel wie den Hocker, kleinere Tische, Schafspelze, die Bettlampe, den Rattansessel, die Sitzkissen und natürlich die ganzen Aufbewahrungsboxen. Ich mag die grafit-farbenen am liebsten. Auch die Kissen und die Badezimmer-Aufbewahrung für Handtücher sind von Granit. Und die Handtücher im Bad und der Küche.

Herzlichen Dank für den schönen Einblick in dein Leben, liebe Anett! Ich hoffe, wir sehen uns Mittwoch bei der Eröffnung! Falls du mich an den Bergen von Produkten erkennst, die ich aus deinem Store tragen werde…

Steffi, ich freu mich darauf, dich zu treffen!! Ein herzliches Dankeschön an Dich für dein Interesse!!

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